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Creditreform Wirtschaftsindikator

Publikation vom 28.02.2012

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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2008 Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator

Creditreform Wirtschaftsindikator
Analyse des 3. Quartals 2008 und Konjunkturausblick

Mittelständische Wirtschaft spürt den Gegenwind – aber keine Rezession

Neuss, 10.11.2008

Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland behaupten sich noch gut in der Gemengelage von Finanzmarktkrise und den gesamtwirtschaftlichen Abschwungtendenzen. In den Bestelleingängen und Umsatz- und Ertragszahlen spüren die Unternehmen aber schon einen scharfen Gegenwind. Der Ausblick für 2009 ist gedämpft. Der Creditreform Wirtschaftsindikator zeigt im dritten Quartal 2008 den vierten Rückgang in Folge. Mit 10,4 Punkten notiert der Indikator unter dem Vorjahresstand (12,6 Punkte).

Zunehmende Unsicherheit

Die aktuelle Geschäftslage beurteilen die mittelständischen Unternehmen immer noch mit überwiegend guten Noten. Der Lageindex verliert trotzdem 3,5 Punkte zum Vorquartal und notiert mit 26,7 Zählern deutlich unter dem Vorjahresstand (32,9).

Die verhalten ausgefallenen Geschäftsaussichten der Unternehmen zeigen deren zunehmende Unsicherheit über die künftige konjunkturelle Entwicklung. Der Teilindex der Erwartungen liegt mit 20,5 Punkten auf dem niedrigsten Stand des Jahres. Die Investitionsneigung der Unternehmen verharrt unterhalb des langjährigen Durchschnitts.

Zunehmende Unsicherheit

Die Insolvenzanfälligkeit der deutschen Unternehmen ist im dritten Quartal 2008 erneut angestiegen. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), das zentrale Maß für das Insolvenzrisiko, liegt mit 2,17 Punkten leicht über dem Vorquartalswert (2,13). Derzeit weisen pro 10.000 Unternehmen 217 Firmen ein Negativmerkmal auf, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag.

In den zurückliegenden Monaten wurde eine bereits überfällige Rechnung von den Unternehmen nach durchschnittlich 13,7 Tagen beglichen. Damit haben die Zahlungsverzögerungen gegenüber dem Vorjahr (12,9 Tage) erheblich zugenommen. Die durchschnittliche Bonität der Unternehmen wurde um eine Note zurückgestuft.

Chemie und Metall/Elektrobranche bleiben Benchmark

Die Wirtschaftszweige des Verarbeitenden Gewerbes spüren eine deutliche Konjunkturabkühlung. Gleichwohl weisen die mittelständischen Industrieunternehmen weiterhin die beste Branchenentwicklung aller Wirtschaftssektoren auf. Ein leichtes Plus erzielten die Branchenindikatoren der Einzelhändler und der personenbezogenen Dienstleister. Im Verlauf der Herbstmonate konnte sich die Bauwirtschaft gut behaupten. Der Verkehrs- und Logistiksektor steht dagegen derzeit am Rande einer Rezession. Der entsprechende Branchenindikator rutscht auf die Nulllinie und damit den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren.

Methodik

Der Creditreform Wirtschaftsindikator setzt sich aus den vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit zusammen. Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator zahlreiche Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Creditreform Wirtschaftsdatenbank und verknüpft diese mit empirischen Ergebnissen aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum an, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase.

Der vollständige Quartalsbericht kann unter "Downloads" kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint Februar 2009.

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Presseinformation "Creditreform Wirtschaftsindikator 4/2008"
(PDF, 71 KB)
Creditreform Wirtschaftsindikator 4/2008
(PDF, 3775 KB)
 
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